The Rolling Bones - Wenn morsche Knochen klappern...

Prof. Gerd Mielke ist Politikwissenschaftler an der Uni Mainz und führt im Zusammenhang mit den unbelehrbaren Parteieliten in der Badischen Zeitung aus:
...Wahlniederlagen sind für die Parteieliten offensichtlich keine Bedrohung mehr. Frank-Walter Steinmeier erzielte 2009 als Kanzlerkandidat mit 23 Prozent das schlechteste Wahlergebnis der SPD seit 1949; aber er konnte sich noch am Wahlabend ganz locker selbst zum Fraktionsvorsitzenden ernennen. Peer Steinbrück erlitt 2005 in Nordrhein-Westfalen nach 40 Jahren SPD-Hegemonie eine krachende Wahlniederlage; jetzt inszeniert sich Steinbrück als Hoffnungsträger für die Bundestagswahl 2013.
 jungle world sinnierte jüngst über Steinbrück Superstar:
Mit Scharping, Schröder und Lafontaine traten damals drei in ihren Ländern erfolgreiche Sozialdemokraten an, denen es gelungen war, langjährig regierende christdemokratische Ministerpräsidenten aus ihren Ämtern zu vertreiben. Mit Gabriel, Steinbrück und Steinmeier verbinden sich hingegen Not und Elend. Der eine verspielte Niedersachsen, der andere Nordrhein-Westfalen und der dritte hatte keine Chance gegen Merkel.
 Darin heißt es auf Steinbrück gemünzt weiter:
Dass seine »Reformpolitik« vor allem die Armen träfe, schert ihn nicht sonderlich. Es gebe eine der SPD ziemlich unversöhnlich gegenüberstehende Wählerklientel: Langzeitarbeitslose, geringqualifizierte Arbeiter, Gewerkschaftsmitglieder von Mitte 40 bis Ende 50. Diese Klientel lasse sich nicht mehr zurückzugewinnen, »höchstens um den Preis einer völligen Verbiegung der Partei«. Denn ihr stehe »mit der Linkspartei eine inzwischen etablierte politische Formation als Alternative zur Verfügung«. Steinbrück schlägt vor: »Die SPD überlässt der Linkspartei ihre rund zehn Prozent bundesweit, von denen sie ihr kaum etwas abjagen kann.« Stattdessen sollten sich die Sozialdemokraten »auf die fetteren Weiden« verlegen, die sogenannte gesellschaftliche Mitte.
Mielke schlägt vor, was man hätte tun können rsp. sollen:
Man sollte Wahlverlierer einfach in die Wüste schicken.
 Da kann man nur hoffen, dass die SPD ihre Looser nicht aufstellt.

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