38 Mrd. € jährlich für Kirchens – ohne Kirchensteuer – Radio-Tipp des Monats


Dok 5 – Das Feature (wdr 5) berichtet über die relativ unbekannte, unheilige Allianz von Staat und Kirche. In der Ankündigung heißt es: „Im Grundgesetz ist die Trennung von Kirche und Staat festgeschrieben. Doch wer sich umsieht, könnte das Gegenteil glauben. In der Praxis hat das Zusammenwirken von Staat und Kirchen zu vielfältigen Zuwendungen, Vergünstigungen und Subventionen in einem Umfang geführt, der die Kirchensteuereinnahmen deutlich übersteigt. Zahlreiche Gesetze, die Privilegien und Förderungen zugunsten der Kirchen enthalten, sind nach Meinung von kritischen Religionsverfassungsrechtlern mit dem Geist des Grundgesetzes nicht vereinbar. Im politischen Betrieb werden die Themen, wenn überhaupt, nur zögerlich angesprochen, obwohl ein Drittel der Bevölkerung konfessionsfrei ist – Tendenz steigend –, und viele Privilegien auch unter Kirchenmitgliedern umstritten sind.“ Ich habe am Sonntag das Feature gehört. Das ist richtig spannend. Befremdlich ist das Ausmaß der staatlichen Finanzierung der unserer Staatskirchen. Gerade und auch deswegen, weil gegenüber ihrem Personal andere Rechtsmaßstäbe gelten. Ein Religionsfrieden ganz besonderer Art. Sakrosankt ist dieses Thema für die Politik. Einfach mal hören. Leider gibt es nur eine Hörprobe.
Das Manuskript ist veröffentlicht. Ein kleiner Auszug:
COLLAGE POLITIKER (IM KIRCHENLAUTSPRECHER)
von der Leyen: "Auf christlichen Werten basiert unsere gesamte Kultur. Und wir
sind der Meinung, wir müssen zunächst einmal die eigene Position definieren, so
wie man die eigene Muttersprache lernt."
Koch: "Wir sind ein christlich-jüdisch geprägtes Land…"
Wulff: "Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte."
Merkel: "… dass Deutschland durch die christlichen Wurzeln, durch die jüdischen
Wurzeln geprägt ist…"
NN im Bundestag: "Grundlage unseres Wertesystems und auch unseres
Grundgesetzes ist und bleibt die christlich-jüdische Tradition."
SPRECHERIN
eine Formel, die schon deswegen problematisch ist, weil sie die Geschichte der
Unterdrückung der Juden durch Christen unterschlägt.

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