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Es werden Posts vom September, 2011 angezeigt.

Treppenwitz der Geschichte

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Tilmann Tarach schreibt
Der Hass auf die FreiheitIn das kleine Hirn dieser Leute passt der Gedanke also nicht, dass man aus Überzeugung und Gründen der Vernunft eine Position einnimmt, die doch so weit entfernt ist von dem, worauf man sich stillschweigend geeinigt hat; denn zumindest der latente Antisemitismus ist ja, wenn man so will, ein konstanter Bestandteil der europäischen Kultur. Nicht sein kann, was nicht sein darf – deswegen gilt man dann den zur Reflexion unfähigen Kleingeistern als Agent einer als übermächtig imaginierten Institution. Die eigene, unabhängig von irgendwelchen Massen angeeignete Erkenntnis wird also als fremdbestimmt denunziert, und die Ressentiments und niedrigsten Instinkte aus dem Bodensatz der Gesellschaft werden als ureigenste Identität gefeiert. Kurz: Das Eigene gilt als fremd, das Fremde gilt als Eigenes. Mir fällt dazu nur das ein:

Na, wer weiß es?

Rentner Rap

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Hildebrandt at his best...
Warum schaut ihr euch die Comedy-Scheiße auf RTL usw. an?

Trolle oder besser Trollos im internet - Warum ich keine Kommentare zulasse

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Der Schwede Leo Lagercrantz erklärt in der sz, warum der Hass und die Dummheit in den Nutzerkommentaren unter den Artikeln ihn erst zur Verzweiflung, dann zur Aufgabe seines Jobs gebracht haben.
Der Troll hatte schneller als ich verstanden, dass publizistische Macht nicht mehr durch eine Familie von Eigentümern oder durch eine Konzernführung verliehen wurde. Heute nimmt man sich publizistische Macht. Ich fühlte mich wie ein Kammerjäger. Ich hatte ernsthaft vor, die Seite auszuräuchern und mein Haus wieder herzurichten, sauber und ordentlich. Ich schloss Debatten und zwang anonyme Autoren, sich erkennen zu geben. Einige warf ich einfach hinaus. Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Meine Mailbox wurde mit wütenden und oft anonymen Nachrichten überschwemmt. Einige Benutzer, viel mehr, als ich erwartet hatte, wandten sich an mich, ohne ihre Identität zu verbergen, und warfen mir "Zensur" vor. Ich versuchte, mein Verhalten zu erklären, in Foren, Mails und …

Istanbul'u dinliyorum...

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Mit einiger Begeisterung spricht der türkische KuratorVasif Kortun über die Blüte, die Istanbul gerade erlebt. Zu verdanken sei das in erster Linie der regierenden AKP, die er durchaus kritisiert, aber nicht ihres Islamismus wegen: "Das Herumgereite auf ihrem angeblichen Islamismus ist Propaganda. (...) Sie sind Superneoliberale, das ist das Problem. Alles dreht sich um Profit. Istanbul wird noch einmal aufgeteilt und neu gebaut, dabei gibt es Gewinner und Verlierer." (sz 16.09.2011)

Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner - ISRAEL

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Gil Yaron in der faz schreibt über Israel und seine Feinde. Er setzt sich mit Erdogan und auch den Europäer auseinander. Er schreibt so schöne Sätze wie:

Besonders mutlos macht die Krise mit der Türkei, lange Zeit Beispiel für die Kooperation zwischen Israelis und Muslimen. Dieses Jahr fand auf dem Beyazit- Platz in Istanbul am Ende des Ramadan anlässlich des „Al Quds“-Tages wieder eine Demonstration statt: „Für Weltfrieden muss Israel vernichtet werden“, hieß es auf den Plakaten derjenigen, die zum Wählerkreis Tayyip Erdogans gehören. Sie glauben tatsächlich, dass die Probleme von rund dreihundert Millionen Arabern von 7,7 Millionen Israelis herrühren.

Unterdessen feiert Kairo Erdogan als neuen Saladin. Das ist pure historische Ironie, war der doch Kurde und gehörte somit zu dem Volk, das Erdogan gerade im Nordirak bombardiert. Der neue Held der Arabellion ist ein Mann, der den Völkermord an den Armeniern leugnet; der Sudans Präsident Omar al Baschir, einem international ge…

tea-party, rechtspopulismus, manipulation - neuer deutscher postfaschismus

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Albrecht Müller kommentiert die aktuelle Meinungsmache zur Griechenlandhilfen, FDP und Kanzlerkandidatenkür der SPD:

FDP greift zum Strohhalm und nutzt die dumpfe nationalistische Aggression gegen andere Völker, im konkreten Fall zunächst einmal gegen Griechenland
Das Leichtgewicht Rösler sieht die Felle seiner Partei bei der Wahl vom kommenden Sonntag in Berlin davon schwimmen und hetzt mit Unterstützung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Brüderle gegen die Unterstützung Griechenlands. Auch das ist bemerkenswert, weil es die Charakterlosigkeit dieser Partei noch einmal zeigt und auch zeigt, dass selbst Personen wie Rainer Brüderle, gegen dessen Kompetenz man viel sagen konnte, dessen Charakter ich bisher aber einigermaßen schätzte, keine Grenzen kennen und schamlos Wasser auf die Mühlen rechtsradikalen Denkens leiten. Wir sollten in diesem Zusammenhang korrekt sein und aufhören, zu vornehm zu sein: die FDP Spitzen fördern nicht nur rechtsradikales Denken, sie sind Teil dieser an…

"Antisemitismus ist mehr als die Feindlichkeit gegenüber Fremden oder einer anderen Religion"

Im Interview mit der Welt präzisiert die neue Leiterin des Zenrums für Antisemitismus-Forschung Stefanie Schüler-Springorum ihre Äußerungen im Interview mit der Frankfurter Rundschau:
Die Welt: Kann man Antisemitismus und Islamfeindlichkeit miteinander vergleichen?


Stefanie Schüler-Springorum: Natürlich. Gerade durch einen Vergleich wird die Spezifik des Antisemitismus deutlich. Denn Antisemitismus ist mehr als die Feindlichkeit gegenüber Fremden oder einer anderen Religion, es ist eine aggressive Praxis und Wort und Tat in Kombination mit globaler Verschwörungstheorie, die sich von rationalen Argumenten nicht beeindrucken lässt. Bei der Islamfeindlichkeit mischt sich die Ignoranz gegenüber einer kaum bekannten Religion mit fremdenfeindlichen Vorurteilen, neuerdings erst überwölbt von der Angst vor Terrorangriffen, wie in Madrid oder London. Die aktuelle Feindschaft Muslimen gegenüber findet Parallelen im frühen 19. Jahrhundert, als der Antisemitismus noch keine umfassende Ideologie war…

Kopf ab zum Gebet - Militärtradition in Kamen

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Krieg! Wir sind im Krieg - Afghanistan: Brunnenbauen und Afghanen bombadieren. Unsere Mädels und Jungs sind, wenn auch nicht alle, heil (?!) wieder Zuhaus. Oma, Opa, Mama, Papa und Geschwister sind erleichtert - kein Sarg. Nur Angst. Es ist nur legitim, öffentlich zu sagen: Krieg ist Mord. Darf man doch mal sagen, oder? Und müssen wir das auf dem Marktplatz feiern? Wer stand denn nicht schon auf diesem Marktplatz mit Tamtam. Helm ab zum Gebet. Und bitte: Verunglimpft wird keiner der Soldatinnen und Soldaten. Kritisiert wird der mörderische Einsatz und die Fortsetzung der Militärtradition. Ja, die Mörder sind unter uns. Die stehen nicht unbedingt auf dem Marktplatz rum. Nein, die sitzen im Warmen, rufen den Krieg aus und verkaufen Waffen, deutsche Waffen überallhin. Sichert das Arbeitsplätze? Dem Bürgermeister hätte es gut gestanden, nicht so ein pseudoreligiöses Tamtam zu machen, sondern nur - zivil - in die Stadthalle einzuladen. So aber reiht er sich in die Kette seiner preußisch-na…

avanti politici dilettanti - Tanz auf dem Vulkan

Albrecht Müller bringt die aktuelle EURO-Diskussionauf den Punkt.
Wir beobachteten in der vergangenen Woche mit Staunen und mit Sorge, wie zynisch und leichtfertig Politiker, Wissenschaftler und Medien mit der gemeinsamen Währung und dem erreichten Stand der Vereinigung Europas umgehen. Sie tun so, als könne man eine Währung wechseln wie das Hemd, sie an- und ausknipsen wie ein Licht; sie beachten nicht, welche unglaublichen wirtschaftlichen und politischen Kosten auf jedes ausscheidende Land und auf die verbleibenden Länder zukommen. Sie heizen immer wieder gedankenlos oder aus Absicht die Spekulation an. Sie äußern sich über andere Völker in beschämender Weise. – Wir halten dies für unerträglich, obwohl wir an der Konstruktion Europas und an der Konstruktion der Eurozone mindestens so viel auszusetzen haben wie jene, die jetzt über ihre eigene Konstruktionsfehlleistung herziehen. Wenn eine gesellschaftliche Einrichtung falsch konstruiert ist, dann muss man den Konstrukt…

Steinbrück angekotzt - Looser...

Im wazrechercheblog schreibt David Schraven unter dem Titel "Warum Steinbrück nicht Kanzlerkandidat werden sollte":
Vor allem aber denke ich, Peer Steinbrück taugt nicht als Kanzlerkandidat, weil er der einzige Mensch ist, den ich kenne, den ein Pferd angekotzt hat. In meiner Heimatstadt. In Bottrop.
Ok, angekotzt ist jetzt ein bisschen übertrieben. Angerotzt ist richtiger. Peer war im Wahlkampf gegen Rüttgers in Bottrop bei dem Kinderprojekt Arche Noah und wollte ein Pferd spenden, oder so ähnlich. Jedenfalls hat ihm der Gaul von oben bis unten auf die Jacke gerotzt. Volle Pulle. Alles voller Schleim. Der anwesende Kameramann, ein Kumpel von mir, der die Nummer damals geknipst hat, sucht gerade das Foto. Mal sehen, ob er es noch findet. Falls ja, stelle ich es noch ein.
Ist ja auch egal. Jedenfalls denke ich, der einzige lebende deutsche Politiker der von einem Pferd vollgeschleimt wird, kann kein Glück haben.

Keine rechte Szene in Bergkamen und Umgebung?

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Michael Klarmann schreibt in jungle world über Bergkamen. Entgegen den schleien Versuchen des Bergkamener Bürgermeisters Roland Schäfer, der keine rechte Szene angesichts der fatalen Geschehnisse in seiner Stadt erkennen kann, seine Stadt aus den negativen Schlagzeilen zu halten, eröffnet sich ein Blick auf die mörderischen Strukturen im östlichen Ruhrgebiet. Das ist wirklich nicht neu, aber es ist wegen der Blindheit des deutschen Biedermanns notwendig.
Die »Antifa United« aus Unna veröffentlichte kurz nach der Festnahme des 23jährigen Fotos des mutmaßlichen Täters, die aus Antifa-Kreisen und sozialen Netzwerken stammen. Sie legen den Schluss nahe, dass M. nicht »weitgehend passiv und unauffällig« war. Auf einem Bild soll der Neonazi aus Bergkamen etwa Arm in Arm mit NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt bei einer Kundgebung in Bremen Ende April zu sehen sein. Interessant an den Versuchen der NPD, sich von ihrem zeitweiligen Mitglied Björn M. zu distanzieren, ist der Widerspruch zwi…

Viel Lärm - Islamophobie in Deutschland

Novo argumente veröffentlicht ein Interview mit Patrick Bahners zur Islamdebatte mit dem Titel “Was soll der ganze Lärm?” (Auszug):
NovoArgumente:Sie sprechen von mangelndem Selbstvertrauen, auch von Politikern, die sich aus „Angst vor der Angst“ mit dem Antiislamismus gemein machen. Herrn Schirrmacher zitierend, nennen Sie Sarrazin auch „Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft“. Wie meinen sie das?
Patrick Bahners: Die Welt des Religiösen ist dem normalen bürgerlichen Bewusstsein wieder viel ferner gerückt als in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit. Deswegen ist es möglich, die Religion des Islams einzusetzen in diese Sündenbockposition, und für die Angst, dass die Grundlagen des Zusammenlebens immer brüchiger werden, die Verantwortung bei dieser fremden Religion zu suchen. So erscheint mir auch der übersteigerte republikanische Patriotismus, wie er von Frau Kelek gepredigt wird: Mein Vorwurf lautet, dass dieser selbst religiös-missionarische Züge annimmt. Die Gründe, dass so etwas…

Blühende Landschaften sind braune Landschaften

Ja, die blühenden Landschaften im Osten. Wer war das doch gleich noch, der das sagte? Scheiß drauf! Ja, die NPD ist im Landtag vom McPom - regional erhielt sie 30% Zustimmung. Wundern tut das nicht. Jahrzehnte Staatspropaganda, kein Westfernsehn im Tal der Ahnungslosen und dann die Ängste und die Not nach der Wiedervereinigung. Der alte Spruch: "Es wichst zusammen, was zusammengehört." Er erfüllt sich... Deutschland... Die Süddeutsche Zeitung reportiert eindrücklich aus dem NPD-Norden. Hut ab! Chapeau!

Die Neonazi-Szene dort besteht nicht mehr vornehmlich aus ledigen jungen Männern, die prügeln, wenn es sie juckt und wenn sie sich gerade wieder vollgesoffen haben. Die braune Szene hat sich familiarisiert: Neonazistische junge Frauen schlagen nicht zu, sie erziehen Kinder; sie sind präsent bei Heimat- und Elternsprechabenden und werden beim Kinderarzt vorstellig mit der Aufforderung, doch die Fotos mit den schwarzen Kindern im Wartezimmer abzuhängen.
Die demokratische Kul…

Sozialer Patriotismus ./. demokratischer Sozialismus???

tagesschau kommentiert die Steuerpläne der SPD.
Das Konzept, das im Wesentlichen Parteitagesbeschlüsse umsetzt, sei auch unter Mitwirkung des ehemaligen Finanzministers Peer Steinbrück ausgearbeitet worden, sagte Gabriel auf Nachfrage. Steinbrück gilt als einer der möglichen Kanzlerkandidaten der SPD.
Gabriel erklärte, sollte es mehrere Bewerber für die Kandidatur geben, würden die Parteimitglieder in einer Urabstimmung den Spitzenkandidaten bestimmen. Daran sollten auch Nichtmitglieder beteiligt werden können. Die dafür bereits existierenden Möglichkeiten blieben bestehen. In der Partei hatte es Widerstand gegen eine Einbeziehung von Nichtmitgliedern in die Kandidatenkür gegeben.

von interessierten Kreisen hochgejubelt - na, wer schon?

Das gefällt dem spiegel nicht. Jetzt wird ihr Liebling Steinbrück vom DGB gemobt.
In einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" nennt Sommer Kriterien, die aus Gewerkschaftssicht bei der Nominierung des Kanzlerkandidaten eine Rolle spielen sollten. "Er oder sie sollte fähig sein, Wahlen zu gewinnen. Und das schon einmal bewiesen haben." Und weiter: "Er oder sie sollte das gesamte Spektrum der Partei glaubhaft vertreten."Auch der Zeitpunkt, den Sommer wählte, ist bemerkenswert. An diesem Montag stellte die SPD nach langem Ringen ihr steuer- und finanzpolitisches Konzept vor. Es ist ein Papier, mit dem die Gewerkschaften wohl besser leben können als Steinbrück, soll doch eifrig an der Steuerschraube gedreht werden: Der Spitzensteuersatz soll auf 49 Prozent steigen, die Vermögensteuer soll wieder eingeführt und die Abgeltungsteuer erhöht werden. Das oberste Ziel ist der Abbau der Neuverschuldung. Entlastungen kleiner und mittlerer Einkommen,…

Micky Maus sein treuer Begleiter - Pluto-kratie

Ja, von der Herrschaft des Geldes schreibet Jens Jessen in der Zeit. Die bürgerliche Presse goes zeitgeist - noch ein bißchen  Kapitalismuskritik gefällig. Aber interessant:
Das änderte sich, als in der Bankenkrise plötzlich nach dem Staat gerufen werden musste, den der Liberale bisher immer als Störenfried draußen halten wollte. Der Eindruck war so überwältigend, dass der Markt nicht mehr dem Allgemeinwohl, sondern das Allgemeinwohl dem Markt zu dienen hatte, dass die Lobredner des Kapitals augenblicklich ihre letzten menschenfreundlichen Versprechungen fallen ließen. Und in der Tat haben die Politiker von einer Wahl nichts zu befürchten: Der Bürger, der die Politiker für ihren Verrat an seinen Interessen bestrafen möchte, fände keine Partei im demokratischen Spektrum, die bereit wäre, sein Interesse gegen die Wirtschaft durchzusetzen. Er könnte in Deutschland die SPD gegen die CDU oder die CDU gegen die SPD oder beide gegen die Grünen auswechseln, ohne dass sich am Katzbuck…

Sternschnuppe Steinbrück - vorglühen, glühen, verglühen...

Die Leuchtspur des Herrn Steinbrück ist das Thema von Heribert Prantl. Ich hatte bereits darauf aufmerksam gemacht.
Zwei lange Jahre sind es noch bis zur nächsten Bundestagswahl, doch der potenzielle SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück glüht schon mal vor. Weil in der SPD gerade sonst nicht viel leuchtet, gefällt ihr das. Doch ein leichtes, wärmendes Glühen ist noch lange kein Beweis neuer Stärke. Schnell könnte aus dem Vorglühen ein Verglühen werden. (...)

Jahrzehntelang war es in Deutschland so, dass eher Parteien denn ihre Spitzenkandidaten gewählt wurden: Kohl war Dauerkanzler, obwohl seine Popularität fast immer weit hinter der seiner Partei lag und seine SPD-Gegenkandidaten beliebter waren als er. Und bei der SPD war es seinerzeit so, dass sie trotz der allgemeinen Achtung und Bewunderung für Helmut Schmidt abstürzte. Die Parteien haben aber nun seit geraumer Zeit ihr altes spezifisches Gewicht verloren. Die Wähler orientieren sich jetzt am politischen Gewicht der Repräsentanten dieser…

Maul halten - Christen - !

In der Welt schreibt Alan Posener zum Verhältnis von Christen zu Israel, zu den Juden. Ja, das ist leider aktuell. Wippermann wies in seiner Besprechung zu Aly's Buch auf den christlichen Antisemitismus hin. Den gibt es immer noch. Vielleicht liegt das darin begründet, dass Jesus Jude war. Posener bringt es auf den Punkt:
Was aber Deutschland betrifft: Seit wann schweigen die hiesigen Christen zu Israel? Ob es die katholischen Bischöfe Gregor Maria Hanke und Walter Mixa sind, die das Westjordanland mit dem Warschauer Ghetto verglichen; ob es das evangelische "Deutsche Pfarrerblatt" ist, das dieser Tage schreibt, "das Selbstverständnis des Staates Israel" stehe dem Frieden im Weg, man müsse gegen den "Nationalgott Jahwe" den universalen Gott der Christen in Anschlag bringen.

Über keinen Staat der Erde zerreißen sich deutsche Christen so das – Entschuldigung – Maul wie über Israel, das einzige Land im Nahen Osten, in dem Christen völlig frei sind. Von Sch…